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Historischer Hintergrund des Pfingstfestes


Pfingsten ist ein Christliches Fest, dessen Ursprung im Judentum liegt. Dort wurde fünfzig Tage nach Passah das Erntefest Schawuot gefeiert, an dem tausende Menschen in Jerusalem zusammen kamen, um Gott für die reichliche Ernte zu danken. Das Pfingstfest soll die Menschen an den Heiligen Geist erinnern, der an Pfingsten zur Erde kam und ihnen neues Leben schenkte.

Das Datum, an dem Pfingsten jedes Jahr stattfindet hängt von dem Datum des vorhergegangenen Osterfests ab. Da dieses auf unterschiedliche Termine fallen kann, findet auch Pfingsten stets an einem anderen Datum statt, dass allerdings immer in der Pfingstgrenze liegt, also zwischen dem 10. Mai und dem 13.Juni. Jedoch immer genau 50 Tage nach dem Ostersonntag. Auch der Name Pfingsten leitet sich daher ab: Der fünfzigste Tag bedeutet im Griechischen „pentecosta“. Im Mittelalter richteten Ritter Pfingstturniere und andere Spiele aus. Dadurch entstand ein reichhaltiges Brauchtum, das mancherorts noch heute in nachgestellten Ritter Turnieren zu Pfingsten gepflegt wird. Der Pfingstmontag ist in Deutschland, österreich, Luxemburg und in Teilen der Schweiz ein gesetzlicher Feiertag.

Christliche Festbeleuchtung

Seit dem 4. Jahrhundert wird Pfingsten innerhalb der christlichen Kirche begangen; erstmalig erwähnt wurde es im Jahr 305 im Kanon des Konzils von Elvira. An diesem Festtag wird seither der Heilige Geist gefeiert, der in der Bibel die schöpferische Macht des Lebens inne hat und von Gott in die Welt gesandt wurde um die Menschen an Gottes Werk zu erinnern.

Pfingsten steht innerhalb des christlichen Glaubens gleichrangig neben Weihnachten und Ostern und stellt in der katholischen Kirche das dritte Hochfest, also eines der Feste mit besonders hohem liturgischen Rang, des Kirchenjahres dar. In der katholischen und orthodoxen Kirche wird Pfingsten auch als das Fest der Heiligen Dreifaltigkeit bezeichnet, da die Kirchen in der Herabkunft des Heiligen Geistes die vollendete Offenbarung in der Dreifaltigkeit Gottes sehen. Laut der Apostelgeschichte kündigte Jesus den Jüngern am Vorabend seiner Kreuzigung an, dass ihnen nach seinem Tode der Heilige Geist erscheinen werde.

Bei dessen tatsächlicher Erscheinung begannen die Jünger Christi in verschiedenen Sprachen zu sprechen und diese auch zu verstehen. Dieses Wunder ebnete einen neuen Weg der Verständigung, unabhängig von den verschiedenen Nationalitäten der Jünger. So konnten Gottes Botschaften noch weiter verbreitet werden und die ersten christlichen Gemeinden entstanden. Aus diesem Grund wird an Pfingsten auch der Geburtstag der Kirche gefeiert.

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Bei der Ankunft des Heiligen Geistes ergriff der Apostel Petrus das Wort und hielt die berühmte Pfingstpredigt, in der er den Jüngern die Taufe Nahe brachte. Daraufhin ließen sich viele von ihnen taufen und ebneten damit den Weg zur weiteren Verbreitung des Christentums. Bis zum vierten Jahrhundert feierten die Christen aber an Pfingsten nicht nur den Abschluss der Osterzeit und die Geburt der Kirche, sondern auch Christi Himmelfahrt. Erst nachdem sich dafür ein weiterer Feiertag herausgebildet hatte, wurde Pfingsten zu einem eigenständigen Fest.

Traditionen zu Pfingsten

Im Gegensatz zu Weihnachten oder Ostern gibt es zu Pfingsten weit aus weniger Bräuche. Dennoch sind einige Traditionen bis heute erhalten geblieben. Am Pfingstsonntag werden überall in Deutschland traditionelle Gottesdienste in, mit Birkengrün geschmückten Kirchen, abgehalten. Im Mittelalter entstand der Brauch des Heiligen Geist Schwingens: Eine hölzerne Taube wurde durch öffnung in der Kirchendecke herabgelassen und so in Schwingungen versetzt. Doch auch lebendige Tauben wurden oftmals während der Pfingstgottesdienste in der Kirche frei gelassen, da sie seit dem 6. Jahrhundert eines der wichtigsten Symbole des Pfingstfestes darstelle. Dieses Symbol resultiert aus der Taube, mit der Noah das Ende der Sintflut und den göttlichen Frieden ankündigt. So steht die Taube für Frieden und den Heiligen Geist, der diesen überbringt. In dörflichen Gemeinden ist es an Pfingsten üblich, einen Pfingstochsen mit Blumen, Stroh und Kränzen zu schmücken. In einer feierlichen Zeremonie wird er durch das Dorf geführt und am darauf folgenden Tag geschlachtet. Außerdem wird am Pfingstsonntag zum ersten Mal das Vieh auf die Weide und zur Alm geführt.

In österreich und Teilen von Deutschland findet in der Nacht von Pfingstsonntag auf Pfingstmontag die Unruhnacht statt, in der eigentlich böse Geister vertrieben werden sollten. Heute werden Nachbarn und Freunden böse Streiche gespielt oder ihre Besitztümer versteckt. Weitere Pfingsttraditionen sind das Pfingstbaumpflanzen, das Aufstellen eines Pfinstenkranzes und die Wahl einer Pfingstkönigin.

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Siehe auch: Ostern

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