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Der schönste Tag im Leben- die Hochzeit


Die Hochzeit, auch Vermählung, Trauung oder Heirat genannt, ist die Eheschließung zweier Menschen, die den Rest ihres Lebens miteinander verbringen möchten.

Das Wort Heirat entstand im Germanischen und bedeutet Haus, Hausgemeinschaft, während sich der Begriff der Trauung auf die zu leistende Treue zwischen Braut und Bräutigam bei der Hochzeit zurückführen lässt.

Entstehung und Geschichte der Hochzeit

Der Begriff der Hochzeit entstand schon im Mittelalter und bedeutete eine festliche, hohe Zeit. Allerdings wurden fast alle damaligen Hochfeste so bezeichnet, so auch Weihnachten, Pfingsten und Ostern. Erst viele Jahre später reduzierte sich die Begrifflichkeit allein auf das Fest der Eheschließung. Zu Zeiten des Mittelalters galten formelle Trauungen zwar als üblich, jedoch wurden auch heimliche und freie Zeremonien rechtlich anerkannt.

Nach der Reformation entstand der Gedanke, von weltlicher wie protestantischer Seite und etwas später auch von der katholischen Kirche, dass die Eheschließung Voraussetzung für sexuelle Kontakte zweier Menschen sei. Bis zu diesem Zeitpunkt waren die meisten Partner offiziell Junggesellen und Jungfrauen. Dennoch konnten viele Paare nicht heiraten, da es als Voraussetzung galt, die Familie dann auch unterhalten zu können.

Die Ehe wurde bis 1770 von einem Stellvertreter geschlossen, auch Handschuhehe genannt, das heißt der Bräutigam war nicht anwesend und wurde von einem Gesandten vertreten.

Im zweiten Weltkrieg etablierte sich eine den Umständen angepasste besondere Form der Eheschließung: die Ferntrauung. Der, sich im Krieg befindende Soldat musste nicht persönlich an der Zeremonie teilnehmen.

Bis vor einem Jahr galt hier in Deutschland die „Zivilehe“, das heißt es durften nur schon standesamtlich getraute Paare die Zeremonie in der Kirche begehen.

Bräuche und Traditionen

Am Abend vor der Hochzeit feiert das Brautpaar traditionell mit den Hochzeitsgästen den Polterabend. Dabei wird von den Freunden und Verwandten der zukünftigen Eheleute altes Geschirr zerschlagen: ganz nach dem Sprichwort „Scherben bringen Glück“!

Aber es existieren noch sehr viele andere Bräche, die dem frisch vermählten Paar Glück und eine lange Ehe garantieren sollen. Um böse Geister von der Braut fernzuhalten, entwickelte sich die Tradition, die Brautjungfern so zu kleiden, dass sie der Braut möglichst ähnlich sehen. Das sollte die Geister verwirren und sie konnten nicht erkennen, welchen von ihnen die Braut ist. Und auch der Brauch, dass die Braut von ihrem frisch angetrauten Ehemann über die Türschwelle getragen wird, hat seinen Ursprung in früheren Zeiten: Unter der Schwelle hausten einer Legende nach, damals Geister, und so wurde die Braut von ihnen verschont, da sie die Türschwelle nicht betreten musste.

Zu Zeiten des Mittellalters wurde dem Bräutigam vor der Hochzeitszeremonie ein Speer, ein Schwert und ein Hut übergeben. Diese Gegenstände symbolisierten den Schutz der Braut, unter dem sie von nun an stehen wird.

Die Zeremonie

Am Tag der Hochzeit möchte das Paar mit all seinen Freunden und Verwandten ein wunderschönes Fest feiern. Egal ob im kleinen oder großen Rahmen: ein Hochzeitsfest ist immer eine schöne Gelegenheit, mit lange nicht gesehenen Familienmitgliedern und alten Schulfreunden gemeinsam zu feiern.

Es wird zwischen einer Standesamtlichen, Kirchlichen und Freien Trauung unterschieden. Bei der Standesamtlichen Trauung bezeugen meist zwei Trauzeugen die Eheschließung durch den Standesbeamten. Im Anschluss kann zusätzlich noch die Kirchliche Trauung folgen.

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Diese ist in der evangelischen Kirche ein Segensgottesdienst, das heißt, sie hat nur rituelle Bedeutung und keine kirchenrechtliche Relevanz. Nur in den Ländern, in denen Staatskirchen bestehen und die Kirche und der Staat nicht voneinander getrennt sind, gilt die Kirchliche Trauung auch zivilrechtlich. In den meisten Kirchen werden nur verschiedengeschlechtliche Paare getraut, die Mitglied in der Kirche sind. Wird eine Kirchliche Segnung anstatt einer Kirchlichen Trauung durchgeführt, so können diese auch gleichgeschlechtliche Paare vollziehen. Nach einer Standesamtlichen Trauung können zum Beispiel homosexuelle Paare zusätzlich in der Kirche gesegnet werden.

Alternativ können sich Paare auch in einer feierlichen Zeremonie frei trauen lassen. Dies bietet sich vor allem für Partner an, die zwei verschiedenen Konfessionen angehören oder gar nicht in der Kirche sind. Diese freie Trauung, die von Theologen oder ausgebildeten Hochzeitsredner abgehalten wird, ist aber weder zivilrechtlich noch kirchenrechtlich relevant.

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